| Indienreise |
|
|
|
|
Gesamtschule Bexbach - Besuch einer Delegation in Indien
Doch seitens der Bexbacher Gesamtschule und ihrer Partner sollte es nicht bei einer einmaligen finanziellen Hilfe bleiben, vielmehr entwickelte sich ein reger Kontakt nach Pondicherry. So kamen im Dezember 2008 Vertreter einer indischen Mädchenschule, die mit Hilfe der Spendengelder wieder aufgebaut werden konnte, zu einem Gastbesuch im Saarland ein. „Die Meere überschreitende Brüderlichkeit" nannte der Schulleiter der indischen Mädchenschule die einmalige Hilfsaktion und bedankte sich mit den Worten: „Unsere Kinder haben erfahren, dass Menschlichkeit keine Grenzen von Rasse, Nationalität oder Sprache kennt." Zwar waren die zwanzig indischen Mädchen nur rund eine Woche bei in ihren Gastfamilien, doch diese Zeit zeigte ihre Wirkung: „Diese Reise des guten Willens brachte jedenfalls ein lange verlorenes Lächeln wieder zurück in die Gesichter der Kinder", bemerkte einer der indischen Lehrer. Die Gesamtkoordination der damaligen Spendenaktion sowie des Aufenthaltes in Bexbach lag in den Händen des Saarpfalz-Kreises und wurde vor allem von Frau Beate Ruffing und Frau Sandra Herz betreut. Koordinatorin der Hilfsaktion in der Schule, die von der sehr engagierten Schülervertretung angestoßen worden war, war Gesamtschullehrerin Gerda Scheel. Sie war auch interessiert und bereit, im Dezember letzten Jahres mit einer 20-köpfigen Gruppe aus Schülern, Eltern, Erzieherinnen und Vertretern des Ministeriums zu einem Gegenbesuch nach Indien zu starten. „Wir konnten uns überzeugen, dass wirklich jeder Euro sinnvoll angelegt war und ist", war sich Lehrerin Scheel bei ihrer Rückkehr gewiss. Mehr als 800 Kinder werden mittlerweile in der wieder aufgebauten Schule unterrichtet, und man hat nicht vergessen, woher die Hilfestellung kam: „ Einen solch herzlichen Empfang habe ich noch nie erlebt", so Frau Scheel. „Ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich an diese Tage zurückdenke", sagte sie beim Bericht über ihre Reise vor dem Kollegium der Gesamtschule. Mit Linda und Dorothee Krämer, sowie Florence Metz waren drei Gesamtschülerinnen mit nach Indien gereist, und auch sie zeigten sich tief beeindruckt von den Erlebnissen. Mit welch für unsere Verhältnisse geringen Mitteln man dort ein Kinderleben in geordnete Bahnen lenken kann, war für die Schülerinnen besonders beeindruckend. „Die Mädchen haben ohne unsere Hilfe keine Chance, sie werden mit 15 oder 16 Jahren verheiratet oder einfach ausgesetzt", zeigten sich die Bexbacher Gesamtschüler auch erschüttert. Schon mit 140 Euro im Jahr könne ein indisches Kind mit Schulbüchern, Essen und Kleidung versorgt werden. Und Bildung sei, so war zu hören, die einzige Chance auf ein menschenwürdiges Leben. Daher soll, so die Information von Lehrerin Scheel, auf Initiative der Reisegruppe demnächst ein Verein gegründet werden, der „den kulturellen Austausch und die finanzielle Unterstützung für diese indische Schule weiter vorantreibt." Für die Bexbacher Gesamtschüler steht indes fest, dass man auf jeden Fall nach Kräften weiter mithelfen wird, dieses sinnvolle interkulturelle Projekt voranzutreiben. Siehe auch die Internetseite von Dorothee Krämer |
| weiter > |
|---|





